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Lilys Leben war nie einfach, aber ihre Entschlossenheit hat sie dazu gebracht, ihre Träume zu verwirklichen. Nachdem sie ihre kleine Heimatstadt in Maine verlassen hatte, schloss sie ihr Studium ab, zog nach Boston und gründete ihr eigenes Unternehmen. Als sie den charmanten Neurochirurgen Ryle Kincaid kennenlernt, scheint endlich alles zusammen zu passen.
Ryle ist selbstbewusst und erfolgreich, aber seine Abneigung gegen Beziehungen beunruhigt Lily. Während sie sich in ihrer aufkeimenden Romanze zurechtfindet, kommen Erinnerungen an ihre erste Liebe, Atlas Corrigan, wieder hoch. Als Atlas wieder in ihrem Leben auftaucht, ist die Stabilität, die sie mit Ryle aufgebaut hat, plötzlich in Gefahr.
Mit der Veröffentlichung der Verfilmung des Buches „It Ends with Us“ beschloss ich, meine Eindrücke davon noch einmal zu überdenken, und las den Roman schließlich erneut, um eine objektivere Bewertung abgeben zu können. Ich hatte ihn zum ersten Mal im Jahr 2020 während der COVID-19-Pandemie gelesen. Damals musste ich auf E-Books umsteigen, da es unmöglich war, Buchhandlungen zu besuchen. (Übrigens habe ich mich seitdem an das elektronische Format gewöhnt und bin ihm treu geblieben, obwohl man den Duft echter Bücher nie aufhören kann zu lieben, da sind Sie sicher meiner Meinung).
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die vier Jahre seit der Quarantäne sowohl meine persönliche Lebenseinstellung als auch die Gesellschaft insgesamt erheblich verändert haben. Wenn ich zum Beispiel heute Ellen DeGeneres erwähne, ruft das gemischtere Gefühle hervor als bei meiner ersten Lektüre. Es scheint, als seien nur vier Jahre vergangen, aber die Welt beschleunigt sich jedes Jahr in unglaublicher Geschwindigkeit. Glücklicherweise werden Themen wie häusliche Gewalt immer häufiger angesprochen, und wir schenken den Opfern, die sich in solch unerträglichen Lebensumständen befinden, zunehmend Aufmerksamkeit.
Während ich mich bei meiner ersten Lektüre mehr auf die Handlung konzentriert hatte, betrachtete ich die Geschichte dieses Mal durch die Brille der missbräuchlichen Beziehungen im Leben der Protagonistin. Dies wurde nicht zuletzt durch die kontroverse Situation um die Hauptdarsteller und ihre unterschiedlichen Herangehensweisen an die Handlung des Romans beeinflusst.

Colleen Hoover, eine Bestsellerautorin, wurde am 11. Dezember 1979 in Texas geboren. Sie ist bekannt für ihre Werke, die sich mit intensiven und tiefen Emotionen wie Liebe, Wut und Hass auseinandersetzen. Ihr Hauptziel ist es, die echten Gefühle zweier Menschen zu vermitteln und sie in den schwierigsten und komplexesten Lebenssituationen zu offenbaren. Hoover hat dreimal den Goodreads Choice Award in der Kategorie „Romantik“ gewonnen, was ihre Popularität und ihr Talent weiter bestätigt. Ihre Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und erscheinen regelmäßig auf Bestsellerlisten, darunter auch der der New York Times.
Auf den ersten Blick könnte die Zusammenfassung des Buches auf ein klassisches Liebesdreieck hindeuten. Ich rate Ihnen jedoch dringend, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen – die Dinge sind viel komplexer, als sie scheinen. Hoover präsentiert meisterhaft unerwartete Wendungen in der Handlung, die den Leser zunächst verwirren, ihm aber schließlich klar machen, dass die Geschichte die ganze Komplexität des realen Lebens widerspiegelt. Die Autorin manipuliert das Schicksal ihrer Figuren nicht, sondern beobachtet sie lediglich, was der Geschichte eine besondere Eindringlichkeit und Authentizität verleiht.
Die Hauptfigur Lily ist eine junge Frau Anfang zwanzig, die jedoch bereits über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt: erste leidenschaftliche Liebe, Trennung, Konflikte mit Verwandten und die Suche nach sich selbst. Dann trifft sie einen Mann, der wie der ideale Partner erscheint – gutaussehend, reich und intelligent. Hinter der romantischen Fassade verbirgt sich jedoch noch etwas anderes – ihre komplizierte Beziehung zu ihrem Vater, die im Mittelpunkt steht. Die Geschichte beginnt mit seiner Beerdigung, und nach und nach wird klar, dass dieser angesehene Bürgermeister ein aggressiver Missbraucher war, der seine Familie in Angst hielt. Die Autorin beschreibt Lilys Gefühle mit einer solchen Einsicht, dass ihre Erfahrungen beim Leser tief nachhallen. Die Dynamik zwischen Lily und ihrem „perfekten“ Mann entfaltet sich allmählich und berührt schmerzhafte und hochaktuelle Themen.
Hoover scheut sich nicht, komplexe und schmerzhafte Themen wie häusliche Gewalt und emotionaler Missbrauch anzusprechen. Sie verwebt diese Themen gekonnt in die Handlung und zeigt, wie sie das Leben und die Entscheidungen von Menschen beeinflussen können. Das macht das Buch besonders relevant und bedeutend, da diese Themen oft im Verborgenen bleiben, obwohl sie eine breite Diskussion verdienen.
Dieser Roman ist ein Paradebeispiel für moderne Prosa, die auf den ersten Blick wie eine leichte Liebesgeschichte wirkt, aber tatsächlich ernste Themen behandelt: häusliche Gewalt, soziale Ungleichheit und schwierige Lebensentscheidungen. Dieses Buch lehrt uns, nicht aufzugeben und uns selbst treu zu bleiben. Es sind genau solche Werke, die uns dazu bringen, über die Komplexität menschlicher Beziehungen und deren Auswirkungen auf unser Leben nachzudenken.
Es ist schwer zu sagen, wie lange uns dieses Buch begleiten wird, aber ich empfehle, es zumindest zu lesen, um sich eine eigene Meinung zu bilden – ob es sich nun um einen Liebesroman oder eine psychologische Geschichte über Menschen handelt, die durch Gewalt traumatisiert sind.
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